Theater


Alle Theaterstücke sind in Buchform, also als Textbücher erhältlich.
Für nicht kommerzielle Aufführungen dürfen die Texte kostenlos heruntergeladen werden.
Bei kommerziellen Aufführungen bitten wir freundlich, sich mit dem Verlag in Verbindung zu setzen.

Ein Teil der hier vorgestellten Stücke folgt dem Konzept eines „mehrdimensionalen Theaters“.
Das bedeutet so wenig die vollständige Abkehr vom realistischen Theater wie es die Zuwendung zu einem nur surrealistischen Theater ist, ebenso wenig einem absurden Theater oder einem Traum-Theater – obwohl es von allen diesen Theaterformen Elemente enthält.
"Mehrdimensional" – das heißt im Wesentlichen: Eine realistische Ebene wird ergänzt durch andere Erfahrungsebenen und "Ereignisabläufe", die das Wort "real" in anderer Form beanspruchen; den bühnentechnischen Möglichkeiten entsprechend werden sie gleichfalls sichtbar gemacht.
Immer gibt es in jedem Fall doch eine klar umrissene „Geschichte“, die menschliche Konflikte ins Bild bringt und eine Empathie zu diesen Konflikten und den Handelnden schaffen will. Und ein wichtiges Element eines solchen Theaters ist in jedem Fall auch Humor.

(Weiteres siehe unten)

[ Ein Requiem für Orpeus ]

In einem Jugendfreizeitheim taucht ein junger Mann auf, ein ungewöhnliches Theaterstück im Gepäck: ein Spiel um Orpheus. Er ist von einer einjährigen Reise zurückgekehrt, die ihn durch das ganze südliche und östliche Asien führte. Sein existenzielles Empfinden ist, völlig entwurzelt zu sein, ganz und gar "heimatlos". Bei einem Bergausflug hat er seine sehr junge Freundin verloren und so wie Orpheus ein Schicksal der unwiderruflichen Trennung erlitten. Unwiderruflich? Darauf versucht er in seinem Theaterstück eine eigene Antwort zu finden. Orpheus, auf seiner verzweifelten Suche nach Eurydike, überquert den Styx und durchreist die geheimnisvollen, oft dunklen und einer Vorhölle gleichen Stationen des "Schattenreichs", bis ihm ein ganz eigenes Erlebnis zuteil wird.
Die Geschichte um den jungen Mann, Florian, beruht auf einem authentischen Fall.
In einem kleinen Schuppen, in dem er nach der Rückkehr von seiner Reise Quartier findet, kommt er nach drei Monaten zu Tode, scheinbar durch einen Unfall; es ist ein Tod, um den zunächst Rätsel bleiben.
Die Rahmenhandlung zeigt das Freizeitheim in einem seit längerem schwelenden Konflikt: Es ist von der Schließung bedroht und zunehmend formiert sich ein gewaltsamer Widerstand.

12 Darsteller
Preis des Mainzer Theaters

ISBN 978-3-9809920-6-0, 134 S. / 16 €

[ Aschenvogel ]

Eine Frau kehrt nach drei Jahren Abwesenheit, unter anderem Namen, mit verändertem Aussehen, an ihren früheren Wohnort zurück. Man hält sie für tot: vor drei Jahren in ihrem Auto verunglückt und auf der nächtlichen Landstraße verbrannt.
Doch die damals tot gefundene Frau war eine andere.
Barbara, inzwischen in einem neuen Lebensumkreis heimisch geworden, erforscht die Spuren einer "Toten" - die ihrer eigenen Vergangenheit. Es werden ihr dabei, aus dem Spiegel der anderen, all die unterschiedlichen Persönlichkeiten begegnen, die sie gelebt hat - die alltäglichen, die heldenhaften, die abgründigen rätselhaften.
Eine große Liebe hat sie einmal mit diesem Ort verbunden. Doch zugleich gibt es eine Vergangenheit, auf der ein dunkler Schatten lastet. Wird sie das Geheimnis ihrer Identität preisgeben und sich entscheiden zurückzukehren?

11 Schauspieler

ISBN 978-3-9809920-9-1, 172 S. / 16 €

[ Krabat - Die Schwarze Mühle ]

An einem schwarzem Mühlbach, dem Schwarzen Kolm, steht eine schwarze Mühle, in der ein despotischer grausamer Müller regiert. Die Müllerburschen, die er in seine Mühle lockt, hält er in nicht endender Arbeitsfron gefangen und keiner kann sich dem magischen Umkreis der Mühle wieder entziehen. So erzählt es eine alte sorbische Sage. Doch diese Mühle kann auch ein Ort des Lernens werden. Verwahrt steht darin die Truhe mit den "Büchern des Wissens". Wer dieses Wissen erlangt, kann auch den magischen Bann der Mühle schließlich durchbrechen.
Krabat ist bereit, den Kampf aufzunehmen, gemeinsam mit seinem Mitstreiter Markus, einen Kampf der gefährlichsten Herausforderung. Begleitet wird er von der "Mutter" und ihrer Tochter Adjuna, die Hüterinnen der geheimnisvollen Flamme sind und deren Beistand gleichfalls unerlässlich ist.
Das Mahlwerk der Schwarzen Mühle - es ist ein Bild von dunkler symbolischer Kraft. Ebenso klar ist die Botschaft der Erlösung: Sie ist nur möglich in den Bündnissen der Freundschaft und auf dem Weg eines beharrlichen Kampfes, der den Helden dem Gegner und seiner despotischen Macht ebenbürtig werden lässt.

8 Hauptdarsteller
ca. 20 Nebenrollen
Musikalische Besetzung (Variationen möglich):
Klavier / Klarinette / Cello / Schlagzeug

ISBN 978-3-9809920-3-9, 123 S. / 14 €

[ Wendepunkt ]

Georg, neununddreißig und Mitarbeiter in der Redaktion eines kleinstädtischen Tagesblatts, sucht für sein Leben eine neue Standortbestimmung. Er will in die Politik und zuvor seine Familienverhältnisse klären, was in seinem Fall heißt: sich von seiner Geliebten trennen.
Da treffen nacheinander vier Georgs bei ihm ein: Hans-Georg, einundzwanzig und Student; Rolf-Georg, dreißig und Reporter; Karl-Georg, neununddreißig, verurteilter Einbrecher und im Moment überfälliger Freigänger; Paul-Georg, achtundvierzig und Politiker.
Georg begreift nach und nach, dass es mit diesen vier Georgs etwas auf sich hat. Alle lassen ihn in einen Spiegel blicken, unausweichlich und in scharfen Konturen. Eine ungeahnte Herausforderung und Zumutung, mit der er fertig zu werden hat.

10 Personen / 6 m., 4 w.

ISBN 978-3-9813546-4-5, 128 S. / 14 €

[ Mit Netz und ohne ]

Bei der vierzigjährigen Doris Gärtner quartiert sich ein neuer Untermieter ein: Jaromir Pilz. Er ist Schauspieler im Varietéfach und ein Mann voller Geheimnisse. Den Grund seiner Quartiersuche verrät er besser nicht. Doch bei allen Skurrilitäten: dem Leben gegenüber hat er einen unverwüstlichen Humor bewahrt. Und es gehört zu seiner Philosophie, dass „Wunder“ ein beständiger Teil der Wirklichkeit sind.
Doris Gärtner, Angestellte bei der Polizeibehörde, führt ein Leben in geordneten Bahnen, ein Leben freilich, aus dem alles Geheimnisvolle und jedes Abenteuer verschwunden sind. Ein von einer Freundin zurückgelassenes Handy mit rätselhaften Anrufen und schließlich ihr neuer Mieter Jaromir werden dieses geordnete Leben mehr und mehr durcheinander bringen. „Mit Netz und doppeltem Boden“ -: diese Parole wird brüchig gegenüber dem Rätselvollen, schließlich auch Wunderbaren, das in ihr Leben einzubrechen beginnt. Während Jaromir zunehmend auf einem gefährlichen Seil tanzt und noch mehr als sie ein Wunder braucht, um nicht abzustürzen.

Zwei Personen

ISBN 978-3-9812724-6-8, 142 S. / 14 €

[ Vor der Schwelle ]

Was verbirgt sich hinter der Schwelle einer Tür, die fest verschlossen ist?
In einem alten geheimnisvollen Haus lebt seit Jahren eine Schauspielergruppe, die sich mit Straßentheater durchschlägt. Christopher, der Leiter der Gruppe, hat eben die Proben zu fünf neuen Stücken abgeschlossen, die er in gekürzter Fassung seinem angereisten jungen Bruder vorspielen lässt. Keiner in der Gruppe weiß, dass Christopher unheilbar erkrankt ist und keiner ahnt, dass er beschlossen hat, mit diesem Aufführungstag seinem Leben freiwillig ein Ende zu setzen. Jedes der fünf gespielten Stücke, alle mit tragischen und komischen Elementen, nimmt einen Aspekt der Todesnähe und des Sterbens vorweg.
Die Tür zeigt ein geheimnisvolles „Eigenleben“ und dann und wann öffnet sie sich von selbst. Doch wer wagt es, über die Schwelle zu treten? Es scheint wie der Weg in eine ganz andere Dimension. Und wer es tut – was wird er berichten?

11 Darsteller

ISBN 978-3-9812724-7-5, 170 S. / 16 €

[ Medard kehrt wieder ]

Wer wirklich ist dieser junge Mann, der plötzlich im Burgenland bei einer Sinti-Familie auftaucht und den alle für den seit Jahren verschollenen Wittich halten, den Halbbruder Medards?
Medard, ein junger Musiker, der eine unvollendete Oper zurückließ, hat seinen entschiedenen Widerstand gegen die Rekrutierung mit dem Leben bezahlt. Swetlana, seine frühere Geliebte, kann an dieser Wahrheit so wenig zweifeln, wie sie doch zunehmend spürt, dass an Wittich etwas unerklärlich bleibt; und dieses Unerklärliche beginnt mehr und mehr die Züge eines realen Wunders anzunehmen.
Das Stück spielt im Burgenland zwischen den beiden Weltkriegen und zeigt eine Sinti-Familie, die sich in einer feindlich gesinnten Umwelt behaupten muss, in der Fremdenhass und Ausgrenzung zum Alltag gehören.
Ein Stück um das Wunder einer Liebe und eine in allen Widrigkeiten doch ungebrochene Lebensfreude.

ISBN 978-3-9813546-7-6, 126 S. / 14 €

[ Am singenden Strom ]

Eine graue, öde, Nebel-verhangene Gebirgslandschaft. Die Menschen, die hier auftauchen, sind an einem Lebenskonflikt gescheitert und haben dieses Leben schließlich selbst beendet.
Marvin trifft mit einer jungen Frau zusammen, die wie er schwer an dem Schatten einer schmerzlichen Vergangenheit trägt, der doch – wie sie erkennen müssen – mit dem Tod nicht ausgelöscht ist. Dreimal öffnet sich schließlich die „Zeitkammer“, in der jedes vergangene Ereignis noch einmal durchlebt werden kann; dahinter befindet sich die „Kammer der Furcht“, bewacht von der schwarzen Spinne, dann einer schwarzen Motte, zuletzt einer Fledermaus – alle überdimensional und Angst einflößend.
Marvin begreift schließlich, dass er eine Tat der Furcht- und Selbstüberwindung vollbringen muss, wenn er die alten Schatten auflösen will; eine Tat, die auch die Vergebung einschließt und der er sich zunächst nicht gewachsen fühlt. Gleichzeitig wird ihm bewusst, dass er hier nicht ganz ohne Beistand ist. Und immer wieder singt während all dieser Geschehnisse der Strom, hinter dem sich ein eigenes Geheimnis verbirgt.

ISBN 978-3-9813546-9-0, 134 S. / 16 €

[ Station Niemandsbucht ]

Verschiedene Gruppen von Reisenden treffen bei einem Fährhaus auf einem abgelegenen Meeresstrand ein - der Niemandsbucht. Sie sind damit einer geheimnisvollen Botschaft gefolgt: Es werde eine Fähre auf eine Insel fahren, zu der eine geschichtliche Spur führt aus einer lange zurückliegenden Zeit. Das Damalige ist mit Dokumenten belegt. Die Dokumente behaupten nicht weniger, als dass darin die Aussagen frühgeschichtlicher ferner „Sternenmenschen“ gesammelt sind, und sie versprechen eine Antwort auf die zentralen Fragen der menschlichen Existenz.
Alle Reisenden kommen mit unterschiedlichen Anliegen, manche aus der Not eines sinnlos erscheinenden Lebens, manche aus tiefer Verzweiflung, einige nur aus Neugier.
Das Meer vor der Niemandsbucht zieht sie bald mit ungewöhnlichen Phänomenen in Bann - verzaubernd wie Furcht einflößend. Die Zeit bis zum Eintreffen der Fähre überbrücken sich die Wartenden mit einer Sammlung von Geschichten der früher hier Angereisten.
Alles kreist letztlich wieder um die drängenden Fragen, vor denen es kein Ausweichen gibt. Und über die Frage hinaus, ob Gott existiert, ist es die weitere: Was ist sein Gesicht? Was ist seine wirkliche Wesensart?

ISBN 978-3-9813546-8-3, 162 S. / 16 €

[ Purgatore ]

Roman M, Anfang vierzig, Geschäftsmann, erwacht nach einem schweren Autounfall in einem ihm unbekannten „Quarantänegebiet“. Er begegnet dort den seltsamsten Personen und Käuzen. Keiner kann ihm zuverlässige Auskünfte geben.
Für die kommenden Tage hatte er eine Reise zu Celina geplant, einer früheren Geliebten, die offenbar noch am Leben ist. Vor vielen Jahren kam es zur Trennung, als er beschloss, zunächst viel Geld zu verdienen – dies in guter Absicht und um ein von Celina ins Leben gerufenes Entwicklungshilfeprojekt zu unterstützen.
Nun muss er erschreckt erkennen, dass sein Körper im Koma liegt. Die Rückkehr ist ihm nur möglich, wenn er bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt. Doch er muss auf ein Leben zurückblicken, das ihm seit Jahren traurig entglitten ist. Und die Ereignisse um ihn herum nehmen nach und nach albtraumartige Züge an – die eines Purgatoriums, das ihn gefangen hält.
Einziger Lichtblick sind seine Gespräche mit Arischo, einem Jungen mit geheimnisvoller Herkunft, der über ein sonderbares Wissen verfügt, das Roman zunehmend in Erstaunen versetzt.
Wird er in den Körper und sein Leben zurückkehren können?

ISBN 978-3-9813546-5-2, 153 S. / 16 €

[ Feuerfalter im Puppenschlaf ]

Wer ist dieses vierzehnjährige Mädchen, das vor einem alten Eckhaus mit einer Büchse Geld sammelt und das, offenbar in einem kindlichen magischen Denken befangen, überzeugt ist, die Dinge mit seinen Gedanken beeinflussen zu können und damit auch für einen Unfall verantwortlich zu sein? – Die Bewohner des Hauses, zwei Schwestern und der geschiedene Mann der einen, sehen sich mit einem jungen Wesen konfrontiert, das so labil und verletzlich – wie offenbar auch verletzt – ist, wie es sich bedrohlich in ein aggressives Kraftbündel verwandeln kann. Evelyn, das Mädchen, ist aus dem Heim ausgerissen und längst wird sie, von der es heißt, das sie Brände legt und Tiere vergiftet, gesucht. Da offenbart sich mehr und mehr eine Hintergrundsgeschichte, die die Bewohner des Hauses aufhorchen und erschrecken lässt. Evelyn ist nicht zufällig vor diesem Haus aufgetaucht. Und ein Besucher kündigt sich an, dem die Bewohner in der Tat mit Furcht und Respekt begegnen sollten.

10 Personen

ISBN 978-3-9814422-0-5, 132 S. / 14 €

[ Haus des Kentaurn ]

Robert und Berthold haben ein altes baufälliges Doppelhaus bezogen. Unerwartet taucht Sibylle, Roberts siebzehnjährige Schwester, auf. Der Vater hat einen tödlichen Unfall erlitten, und sie sucht die Nähe zu dem neun Jahre älteren geliebten Bruder. Der reagiert schroff und will sie nicht im Haus dulden. Den Grund erkennt Sibylle erst gegen Ende, als sie auf dem Dachboden eine erschreckende Entdeckung macht.
Robert hat zur Verwirklichung seiner idealistischen Pläne einen gefährlichen Weg eingeschlagen. Die Lage spitzt sich dramatisch zu und zwingt ihn, tagelang außer Haus zu sein. Währenddessen folgt Sibylle ihrem guten Herzen und ihrem Naturell einer jungen Samariterin und gibt Obdachlosen in dem Doppelhaus Unterkunft. Es kommt zu einer explosiven Entwicklung.
Der Kentaur: Er ist das Mischwesen von Mensch und Pferd. Die Tiernatur – sie kann Weisheit symbolisieren wie auch dunkle Aggressivität, bis zur Gewalttätigkeit.

8 Personen / 5m, 3w

ISBN 978-3-9813546-6-9, 132 S. / 14 €

[ Ikaros 2000 ]

Kai, ein siebzehnjähriger Junge, kehrt eines Tags nicht mehr nach Haus zurück. Der Vater forscht ihm mit wachsender Unruhe nach.
Wenn er in eigener Entscheidung dem Elternhaus den Rücken gekehrt hat, was waren seine Gründe? Wie den Vater die äußere Suche in Atem hält und er nach und nach auf erschreckende Spuren stößt, so beschäftigt ihn zunehmend Kais „innere Biografie“, die er neu zu erforschen beginnt. Er spürt, dass der Sohn ihm in den letzten Jahren mehr und mehr entglitten ist. Was hat Kai zu jenem labilen, psychisch gefährdeten jungen Mann werden lassen, der er nun ist?
Nach dem frühen Tod der Mutter war die Beziehung lange besonders eng und nichts verband beide so sehr wie das Drachenfliegen, ein gemeinsames Glück über Jahre. Den „fliegenden Ikaros“ des griechischen Altertums zog es einst in zu große Nähe der Sonne und er stürzte ab. - Wird Kai ein gleiches Schicksal widerfahren?

10 Personen

ISBN 978-3-9814422-05, 122 S. / 14 €

[ Traum, dunkler Bruder Traum ]

Vier Personen einer Touristengruppe – zwei Männer, zwei Frauen Mitte dreißig – haben sich bei einer Bergwanderung verirrt und verbringen die Nacht auf einer Almwiese. Da wird der eine von ihnen geweckt: Eine unbekannte Gestalt berichtet von einem „schrecklichen Unglück“. Der fremde Mann erzählt die Geschichte von sechs Geschwistern, die gemeinsam beschlossen haben, „ein Schauspiel zu spielen“. Es sollte ein Schauspiel „voll Glanz, voll Dramatik und Schönheit“ werden. Doch das Schauspiel ist ihnen entglitten. Mehr und mehr unterlagen sie dabei der Faszination des Bösen: Es sind blutige Spiele der Macht, Spiele von Hass und Gewalt geworden und sie sind hoffnungslos darin verfangen. Was ihre Lage so aussichtslos macht ist das Vergessen: Sie wissen nicht mehr, dass es anfangs ein Schauspiel war, das sie gemeinsam vereinbart hatten.
Die Geschehnisse entfalten sich in dieser sommerlichen Bergnacht bald real, und sie entwickeln zunehmend ihren eigenen Sog. Die vier in den Bergen Verirrten erkennen sich darin mit ihren existenziellen Fragen selbst. Doch das Schauspiel öffnet sich in immer neue Abgründe und Dimensionen, weit darüber hinaus.

17 Personen

ISBN 978-3-9814422-2-9, 121 S. / 14 €

[ Die Tür zum Universum nebenan ]

Torsten Tormann macht eine außergewöhnliche Entdeckung: Hinter der Bücherwand seines Wohnzimmers gibt es eine Wohnung, die es dort eigentlich unmöglich geben kann. Es ist nicht die der ihm bekannten dort lebenden Nachbarn. Und noch mehr verwirrt ihn, dass er in der Familie, auf die er dort trifft, einen selbstverständlichen festen Platz hat und sich keiner über sein Auftauchen wundert. Wie er zur Kenntnis nehmen muss, führt er dort als Familienvater eine zweite Existenz. Wie ist das möglich? – Rat und Aufklärung findet er schließlich durch eine kleine liebenswerte blitzgescheite Begleiterin, ein zwölfjähriges Mädchen: Er ist in eine "andere Dimension", in eine Parallelwirklichkeit hineingeraten.
In der einen Realität ist er ein Musiker, der, bislang leider erfolglos, Musicals schreibt; in der anderen Realität ist er ein Techniker, der sein Leben als kreativer Erfinder, wie er es einmal begonnen hatte, vergessen hat. Mehr und mehr zieht es ihn in die neue Existenz hinein – was bald auch seine bisherige grundlegend ändert. Er ist umgeben von freundlichen Menschen, und doch sieht er sich allmählich zunehmend in ein Chaos verstrickt, das ihm über den Kopf zu wachsen beginnt.
Um Ruhe zu finden, hat er zuletzt Zuflucht in einem Anstaltszimmer gesucht. Von dort aus erzählt er seine bemerkenswerte Geschichte.

ISBN 978-3-9814422-8-1, 127 S. / 14 €

[ Das Meer der Dämonen ]

Ein Touristendampfer treibt über den Atlantik. Vier Passagiere haben sich auf dem Heck mit ihren Liegestühlen für die Nacht eingerichtet: Burghard, ein Professor für Meeresbiologie, Teresa, seine gleichaltrige Cousine, Arvid, ein vermögender Geschäftsmann, die noch jüngere attraktive Alissa.
Plötzlich treten seltsame Phänomene auf. Der Professor weiß davon durch ein Reisetagebuch seiner verstorbenen Frau, die diese Strecke mehrmals gefahren ist. Demnach "wechselt" das Schiff manchmal die "Dimensionen". Eine solche andere Dimension kann das "Meer der Dämonen" sein. Alle Anzeichen deuten bald mehr und mehr darauf hin.
Die Weiterfahrt durch die Nacht führt alle Reisenden durch eine Hölle und konfrontiert sie, vor allem Arvid und Alissa, mit ihren eigenen inneren Höllen, denen sie sich stellen müssen. Und doch: Auch nach dieser Nacht bricht ein neuer Morgen an.

ISBN 978-3-9814815-2-5, 128 S. / 14 €

[ Ein Templertraum ]

Der Templerorden, im zwölften und dreizehnten Jahrhundert der angesehenste und mächtigste christliche Orden des Abendlands, wurde auf Geheiß des französischen Königs Phillip des Schönen in wenigen Jahren zerschlagen und schließlich vom Papst aufgelöst. Die Templer standen unter der Anklage der Häresie, der Sodomie und einer mysteriösen Götzenverehrung, die Geständnisse wurden mittels grausamster Folter erpresst. Man spricht vom ersten Schauprozess der Geschichte. Die katholische Kirche erklärt seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, dass alle Anklagen haltlos waren.
Die Mitglieder einer Reisegruppe auf der Insel Zypern – damals als Brücke zum "Heiligen Land" eine der wichtigsten Niederlassungen der Tempelritter - verbringen eine Nacht in der Festungsruine Kolossi. Vor ihnen entfaltet sich ein Schauspiel jener Templerjahre, und mehr und mehr zieht es sie selbst in das Geschehen hinein. Doch was ein historisches Ereignis maßloser Schrecken war, hat einen aktuellen Bezug.

ISBN 978-3-9814815-0-1, 164 S. / 16 €

[ Kleine Apokalypse. Nachtzug XZ ]

Kleine Apokalypse – oder: Das Lichtloch im Himmel

Das Wirtshaus einer Kleinstadt. Hier beschäftigt die Menschen, was ihren Alltag ausfüllt – all das so Dringliche ihrer alltäglichen Gedanken, Sorgen und Hoffnungen.
Da meldet das Radio ein ungewöhnliches Himmelsphänomen. Wie ein heller Tunnel hat sich der Himmel an einer Stelle geöffnet und etwas scheint sich mit großem Tempo zu nähern. Droht ein Weltuntergang? Das Phänomen ist unübersehbar, die Menschen betrachten es mit wachsender Unruhe. Wirklich steht ein außerordentliches Ereignis bevor.

Nachtzug XZ – Gleisstrecke Tod

Pascal hat sich seiner Jugendliebe wieder erinnert, im Nachtzug hat er die Reise zu ihr angetreten. Immer wieder kommt es zu merkwürdigen Verzögerungen und Aufenthalten. Und die vier anderen Gäste im Abteil sind ihm mit ihren Eigentümlichkeiten und ihrem manchmal skurrilen Verhalten so fremd wie zugleich sonderbar vertraut. Ein Junge mit dem Namen Pascal sucht immer wieder seinen Kontakt. Da erfährt er, dass eine Zugkatastrophe bevorsteht. Bleibt ihm die Zeit und hat er die Chance sich zu retten?

ISBN 978-3-9814815-3-2, 150 S. / 16 €

[ Stern überm Wüstenland ]

Eine Gruppe von vier Leuten sitzt in der Wüste fest. Sie sind überfallen und ausgeraubt worden. Danach streikte bald auch der Jeep. Die Essens- und Trinkvorräte sind aufgebraucht. Die Lage ist verzweifelt.
Halluzinationen stellen sich ein – beginnend mit einem Puppenspieler, der einsam durch die Wüste wandert. Und mehr und mehr entfaltet sich vor der Gruppe ein lebendiges Schauspiel – mit Bildern wie der Märchenwelt von "Tausend und eine Nacht" entsprungen. Im Mittelpunkt steht eine Liebesgeschichte. Eine Intrige hat zwei Liebende entzweit. Seit langer Zeit befinden sie sich, getrieben von Sehnsucht, auf einer rastlosen Suche.
Die maskierten Räuber des Anfangs kehren zurück. Es sind Rebellen und Freiheitskämpfer, diesmal haben sie die Geiselnahme beschlossen. Und bald haben sie entschieden, dass ihre Aktion einen Toten fordert. Sie überlassen der Gruppe die Wahl.
Da verlagert sich die Liebesgeschichte der vergangenen Zeit mehr und mehr in die Gegenwart. Einer ist zum Sterben bereit. Doch es ist der Moment einer unverhofften wundersamen Wiederbegegnung.

ISBN 978-3-9814815-4-9, 154 S. / 16 €

[ Insel im Weltmeer ]

Eine Gruppe von Menschen ist an einer einsamen Insel gestrandet. Die Insel hält sie bereits über zahllose Jahre gefangen. Sie haben sich auf dem begrenzten Areal eingerichtet, es gibt ausreichend Früchte, um sie am Leben zu erhalten. Doch der Friede untereinander ist schwer gestört. Es haben sich zwei Gruppen gebildet, die sich mehr und mehr wie feindliche Lager gegenüberstehen.
Eines Tages wird ein weiterer Schiffsbrüchiger angetrieben, ein noch jüngerer Mann. Er verliebt sich mit der ersten Begegnung in eine noch junge Frau, die damals als kleines Kind auf die Insel kam. Aber ein anderer Mann, das machtbewusste "Alphatier" der einen Gruppe, hat sie bereits seit Jahren zu seiner Geliebten gemacht. Der Konflikt ist unlösbar und eskaliert zunehmend in Gewalt.
Doch der Schauplatz ist keine "gewöhnliche" Insel. Sie hat eine eigene geheimnisvolle Vorgeschichte, und zu bestimmten Zeiten öffnet sie die "Schleusen" für sonderbare Besucher, die wie aus fremden Dimensionen hereinströmen und wieder verschwinden. Es sind auch bekannte historische Persönlichkeiten darunter.

ISBN 978-3-9814815-6-3

[ Im Schatten des Drachen ]

Ein alter chinesischer Pavillon wird das Tor in eine andere Zeit: die der frühen Han-Dynastie im alten China. Zwei Brüder, junge Stammesfürsten, planen, die Macht an sich zu reißen, doch bald nach dem Mord am Kaiser liegen sie selbst in blutigem Streit. Das Land droht in Gewalt und kriegerischem Chaos zu versinken.
Drei Menschen, die das Tor zu dieser "Zeitreise" durchschritten haben, sind auf den Spuren einer alten Legende, nach der in der Frühzeit der Menschheit die dunklen Götter, die "Drachenmenschen", maßgeblich ihren Einfluss ausübten, vor allem als die oft heimlichen Drahtzieher hinter den Kulissen. Gab es diese Realität einer dunklen verschwörerischen Macht und wirkt sie möglicher Weise fort bis in unsere Tage?
Die Rahmenhandlung ist eine Gartenparty, bei der Anstaltsinsassen aus der Psychiatrie mit "normalen Gästen" zusammentreffen. Doch die Grenzlinie ist fließend, und es sind die "Andersartigen", die die bohrenden Fragen nach den Hintergründen unserer Existenz stellen.

ISBN 978-3-9814815-7-0

[ Kurier aus dem Jenseits ]

Ronald feiert im engsten Familienkreis, mit seiner Frau Alice, seinem Sohn und dessen Verlobter, seinen dreiundsechzigsten Geburtstag. Er und seine Frau wissen, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Da erscheint unerwartet ein Gast. Er gleicht völlig einem Mann, der einmal acht Jahre lang in der ausgebauten Kellerwohnung des Hauses gelebt hat, der aber vor vier Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Diese Ähnlichkeit scheint schließlich rasch zu erklären: Arid, der damalige Untermieter, hatte in Kanada, seinem Herkunftsland, einen Zwillingsbruder, David.
Arid hat in der Kellerwohnung eine Reihe unvollendeter Manuskripte zurückgelassen. Es sind brisante Inhalte, wie vor allem der Sohn weiß, den diese Sammlung unkonventioneller, revolutionärer Gedanken einmal äußerst fasziniert hat.
Zwischen Alice und Arid hat es damals eine sehr enge Beziehung begeben hat. War es mehr als Freundschaft? War es Liebe? Arid ist hier im Haus längst nicht vergessen.
Allem Anschein nach ist David gekommen, um den Nachlass des Zwillingsbruders an sich zu nehmen.
Doch der Grund seines Kommens ist ein ganz anderer. Und es handelt sich nicht um David. Ronald und Alice werden die Wahrheit unvermeidlich erfahren.

ISBN 978-3-9816256-1-5

[ Das Fimament der schwarzen Sterne ]

Eine dunkle kahle Küstenregion, ein schwarzer Ozean. Drei Gescheiterte treffen zusammen, drei die den Tod suchten, dann hat ein geheimnisvolles Schiff sie an diese Küste gebracht. Vier weitere Menschen setzen mit einem Floß am Ufer an, es sind Kriegsflüchtlinge, sie haben grauenhafte Erfahrungen hinter sich, ein Kind ist dabei, eine Frau, die geistig verwirrt ist. Der langjährige Diktator ihres Landes ist gestürzt worden, jetzt liegen die rivalisierenden Parteien in einem blutigen Bürgerkrieg.
Nochmals trifft eine Gruppe von drei Menschen ein, darunter zwei Männer in ordengeschmückter Uniform. Sie werden schnell identifiziert. Es ist der langjährige Diktator und der Chef seiner Geheimpolizei, die einen Staat der Bespitzelung und Folter geschaffen haben. Das Urteil ist schnell gesprochen. Die beiden verhassten Männer werden gefesselt und erhängt und auf einem Floß wieder ins Meer hinausgeschickt.
Da kehren sie nach kurzer Zeit wieder, fast unversehrt. Man fällt das Todesurteil erneut: diesmal sterben sie den Flammentod auf ihrer Jacht.
Und wieder kehren sie lebend an die Küste zurück.
Man kann sich dieser Männer mit Gewalt nicht entledigen. Gibt es einen anderen Weg? Zu groß ist das empfundene Unrecht, zu groß der Hass, als dass ein Weg der Vergebung möglich erscheint.
Da setzt eine Reihe seltsamer wunderbarer Phänomene ein – und damit eine Verwandlung der Menschen, die mehr und mehr auch eine Verwandlung ihrer grauen, öden, lichtlosen Umgebung wird.

ISBN 978-3-9816256-2-2

[ Im Labyrinth der Zaubergärten ]

Ein alter Mythos erzählt von einer frühen Menschenrasse, die sich einst von den „Barbaren“ der Kontinente zurückzog und in riesigen Hohlräumen unter der Erde eine neue Bleibe fand. Dank einer weit fortgeschrittenen Technik gelang ihnen schließlich der Durchbruch in eine neue Dimension: eine magische Wildnis, bevölkert mit fremdartigen Fabelwesen, in der sie sich Gärten von unübertrefflichem Zauber erschufen.
Allerdings, nicht allen gelang es, sich von allen Spielen der Macht für immer loszusagen, wie sie es doch gewollt hatten. Ihre noch unverwandelten Schatten verselbständigten sich, manche mit dunklen dämonischen Zügen.
Am äußersten Rand der „Zaubergärten“ erhebt sich ein gewaltiger Berg, den man den „Gottesberg“ nennt. Wer ihn ersteigt, der kann - so heißt es - bis an den Uranfang der Schöpfung blicken und damit direkt „in das Antlitz Gottes“. Doch: Für die meisten ist, was sie dort erblicken, unerträglich.

Eine Gruppe von vier Menschen hat sich in einem unterirdischen Labyrinth verirrt. Einer von ihnen doch weiß, dass es nur der Vorhof zu den Wohnstätten jener alten Rasse und ihrer Zaubergärten ist.
Die Vier werden Einlass in die Gärten finden und eine eigene Wunderwelt entdecken – so voller Schönheiten wie ungewohnter Herausforderungen und Schrecken. Werden Sie auch den „Gottesberg“ finden? Werden Sie einen Blick werfen auf das „Geheimnis aller Geheimnisse“?

ISBN 978-3-9816256-5-3

[ Der magische Wald ]

Nach fünfzig Jahren will Andreas, nun siebzigjährig, an seinen früheren Heimatort zurückkehren. Er hofft dort seine Schwester noch lebend anzutreffen – wie vor allem seine Jugendliebe Corinna. Das letzte Stück des Wegs nimmt er durch den nahen Wald seiner Kinder- und Jugendjahre. Doch er sieht sich in diesem Wald bald hoffnungslos verirrt, und er trifft immer nur auf gleichfalls Verirrte, manche von ihnen skurrile Gestalten.
Eine Verkettung tragischer Umstände, die ihn zum zweifachen Mörder werden ließ, hat sein Bleiben an seinem Heimatort damals unmöglich gemacht. Doch auch nach seiner Flucht gerät er immer erneut in schuldhafte Verstrickungen. Er blickt auf ein Leben vielfacher Morde und anderer Unrechtstaten zurück, nach schweren Schicksalsschlägen waren es nur die letzten Jahre, die eine allmähliche Aufhellung in sein Leben brachten.
Er begreift nach und nach, dass ein „magischer Nebel“ ihn in diesem Wald gefangen hält und dass er den Beistand anderer braucht. Alle Gestalten, denen er begegnet, konfrontieren ihn mit sich selbst – mit seinen abgründigen Wesensseiten wie mit den hellen. Er muss lernen, dass es einen Weg zur „bedingungslosen Liebe“ gibt, der schließlich auch ihm offen steht, wenn er seinen tief sitzenden Selbsthass überwindet und lernt, sich selbst zu verzeihen und anzunehmen.

ISBN 978-3-9816256-6-0

[ In den Tagen des Zorns ]

Eine Geschichte, die in der Zukunft spielt – und die auf eine finstere Epoche der Erde zurückblickt:
Menschen verseuchten ihre Flüsse und Meere, sie verseuchten die Böden, sie vergifteten die Luft; täglich starben Dutzende Arten selten gewordener Tiere und Pflanzen; in weiten Regionen der Erde herrschte Hunger und maßloses Elend, während die wohlhabenden Schichten reicher Nationen in Luxus lebten und prassten; Nationen zerfleischten sich in blutigen Bürgerkriegen, manche hatten Arsenale schrecklichster Waffen geschaffen; Menschen befanden sich zu Hunderttausenden auf der Flucht; fanatische "Krieger Gottes", wie sie sich nannten, brachten Terror und Schrecken in die zivilisierten Städte.
Bis eines Tages etwas Geheimnisvolles geschah.

ISBN 978-3-9816

[ Das Schloss ]

K, der Landvermesser in Kafkas Erzählung, hat das Schloss nie betreten, aus dem er seinen Arbeitsauftrag und seine Anweisungen erhielt.
Was hätte er vorgefunden, wenn es ihm doch gelungen wäre? Welchen Bewohnern wäre er dort begegnet?
Im oberen Stock residiert eine blinde "Herrscherin". Es unerhalten sie zwei Narren und ein seiner Macht beraubter Magier.
Im mittleren Stock wohnt die "Hohepriesterin". Entrückt erforscht sie, den "Eremiten" an ihrer Seite, mit einem Fernrohr die Sterne. "Tod" und "Teufel" haben sich bei ihr einquartiert.
Das tiefste und dunkelste Geheimnis verbirgt sich im lichtlosen Untergeschoss. Und die unterirdischen Gänge sind ein Labyrinth. Wer sich in ihnen verirrt, kann sie aus eigener Kraft kaum wieder verlassen.
Ruban, der Reisende, ahnt nicht, dass gerade ihm die Rolle eines Befreiers zugedacht ist. Wie er selbst meint, fehlen ihm alle Eigenschaften eines "Helden". Die Herausforderung ist immens, die Gefahr ist real. Sie beginnt bereits mit den Viren einer schleichenden Ansteckung: denen von Wahnsinn, Machtrausch und Hass.
Wird er sich der Herausforderung stellen?

ISBN 978-3-9817694-3-2

[ Das Haus der tausend Türen ]

Der vierundneunzigjährige Bertram hat sich seit Jahren in die Berge und seine einsame Almhütte zurückgezogen.
Er kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Er war Künstler, er war Arzt und Entwicklungshelfer in einem afrikanischen Land, er hat den Kampf gegen ein korruptes Regime unterstützt, dies schließlich auch mit der Waffe, er ist in die Lehre zu einer Schamanin gegangen. Als Arzt und Therapeut hat er vielen Menschen Hilfe bringen können, auf einem Abschnitt seines Lebens liegt allerdings auch der Schatten einer Schuld, die ihn lebenslang begleitet.
Seine Enkelin, mit Mitte dreißig in einer schweren Lebenskrise, kommt ihn in seiner Almhütte besuchen. Sie hat von anderen Besuchern erfahren, dass er diese nachts aus seiner Hütte führte und dass sie sich dabei in völlig fremden Landschaften und nie gesehenen Umwelten wiederfanden. Oft war es dabei plötzlich heller Tag. Keiner konnte ihr dieses Phänomen erklären.
Auch sie wird eine solche nächtliche Wanderung antreten. Und sie wird eine tiefe innere Verwandlung dabei erfahren.

ISBN 978-3-9817694-6-3

[ Mein Freund, Gevatter Tod ]

Eine kleine Gruppe alter Damen, die sich alle vier Monate vor einer Laube treffen, um einer von ihnen den lange ersehnten Tod zu ermöglichen –: ein Pudding mit einem Zusatz von Barbituraten, der ein friedliches Einschlafen zur Folge hat. Eine ehemalige Apothekerin unter ihnen kann leicht an diese Barbiturate gelangen.
Es ist ein so vereinbartes Ritual: Immer nur eine darf sterben, die Schälchen werden gemischt und jede greift eines ihrer Wahl – es geschieht in der wohlwollenden Absicht, diesen Frauen ein qualvolles Ende in Demenz und Verfall oder im fortgeschrittenen Stadium einer Krebserkrankung zu ersparen, so dass sie in Würde einen selbstbestimmten Tod sterben können.
Drei Frauen haben sich diesen Todeswunsch bereits erfüllt. Eine noch jüngere unter ihnen, vor Jahren unheilbar an einem Tumor erkrankt, taucht allerdings plötzlich als Lebende wieder auf – in ihrem bekannten Erscheinungsbild. Eine wiedergekehrte Tote? Die Antwort ist viel einfacher – wie sie doch auch wieder um vieles komplizierter ist. Denn noch eine zweite Frau von genau diesem gleichen Erscheinungsbild wird wenig später am Tisch bei den anderen Platz nehmen. Eine Totenfeier voller immer neuer Überraschungen - der Tod zeigt sich in all seinen dunklen und hellen Farben.

ISBN 978-3-9817694-8-7

[ Der Berg Avatare ]

Der Berg Avatare: Ein Berg in den Anden, der mit Tausenden von Spiegelsälen durchzogen ist. Wer hat sie dort eingerichtet? Wer sind oder wer waren ihre Bewohner?
Falk, ein noch jüngerer Mann, liegt im Koma. Doch anders als die Menschen um ihn glauben, ist er in seinem Geist hellwach. Seit seiner Jugend als Sohn eines deutschen Botschafters in Chile verbinden ihn viele Erinnerungen mit jener Andenregion, doch vor allem ein Empfinden von Schuld: Bei einem Bergausflug hat er dort seine Schwester und das chilenische Mädchen Manja verloren.
Sein Geist zieht ihn dorthin zurück, es zieht ihn in den Berg Avatare.
Es ist zugleich der Versuch einer Flucht: Ein Unbekannter mit genau seinem Erscheinungsbild hat sich in sein Leben gedrängt, ein Mann, der scheinbar gewissenlos mit immer neuen Delikten bis zu Raub und Gewalttätigkeit seinen Ruf und sein Leben zu zerstören begonnen hat.
Falks Weg durch den Berg Avatare wird zu einer Entdeckungsreise von zunehmender Faszination. Er trifft auf seltsam Verirrte und Verwirrte, doch er findet auch Wegführer und Freunde.
Seinen „dunklen Zwilling“ allerdings hat er nicht abschütteln können. Um den Herrn im Innern des Bergs, den „Herrn der Spiegelsäle“, zu treffen und sprechen zu können, muss er sich einem Gericht stellen. Dieses Gericht fürchtet er zutiefst. Doch es wird ein Moment der größten Überraschung.

ISBN 978-3-9817694-7-0

[ Die hunder Farben der Freude ]

Ein Mann umgeben von einem Geheimnis: Er hat mehrere Kästen voller Tagebücher hinterlassen, deren handschriftliche Eintragungen bis in das Mittelalter zurückreichen. Er beschreibt sich selbst in dieser Zeit als einen Alchemisten, der offenbar erfolgreich einer Formel auf der Spur war, die fortan seine ganze Existenz grundlegend änderte.
Er durchwandert, so zeigen es die vielen detaillierten Eintragungen, die unterschiedlichen geschichtlichen Epochen: nach dem „finsteren Mittelalter“ die Zeiten des Aufbruchs im Jahrhundert der Renaissance, im Dreißigjährigen Krieg die Zeiten von Verrohung, Elend und Not, die Epochen großer Kunstschöpfungen und neuer Philosophien und immer wieder die Zeiten aggressiver Eroberungskriege und Zerstörungen.
Zum zentralen Punkt seines Suchens und Forschens wird die Frage nach dem menschlichen Glück – und zentraler noch: die nach dem Sinn aller Existenz.
Er wird die Antwort auf diese Frage erhalten. Doch wird sie ihn erst erreichen, nachdem er selbst immer aufs Neue die Täler der mit erlittenen Trauer und Verzweiflung im Schmerz von Trennung und Tod, von Hass und Gewalt durchschritten hat – alle doch auch wieder durchzogen von den Wegstrecken eines manchmal hell aufblitzenden Glücks.

[ Götter im Exil ]

Ein Mann, von den Wellen an Land gespült, erwacht am Strand einer ihm unbekannten, weitläufigen Insel. Ein Schiffbrüchiger, doch alle Details sind in seinem Gedächtnis gelöscht.
Verschiedene Inselbewohner tauchen auf. Einige sind Menschen wie er. Andere überragen ihn beträchtlich - bis zu zwei Hauptlängen und mehr. Einige dieser Gestalten verfügen über fantastische Fähigkeiten, sie betreiben Magie wie ein lange eingeübtes Spiel. Ihre Aura strahlt Machtfülle aus. Sind es Götter? Wie sind sie selbst auf diese abgelegene Insel geraten?
Ist es ein selbst gewähltes Exil? Oder hat man sie auf diese Insel verbannt – als "gefallene Götter", die ihre Macht zu missbrauchen begannen?
Ariko, der Schiffbrüchige, wird Bekanntschaft mit drei unterschiedlichen Paaren von "Schöpfergöttern" machen. Ihr "Zeitvertreib" ist es, in ihren „Träumen“ Planeten zu erschaffen, die ihre eigene Schöpfungsgeschichte haben und in deren Evolution sich die unterschiedlichsten Schauspiele entwickeln – Schauspiele voller Dramatik, immer neuer Evolutionsabenteuer und Glanz.
Allerdings: Was für sie „Traumstoff“ ist, ist für die von ihnen geschaffenen Wesen real. Und es kann geschehen, dass diese Schauspiele in Katastrophen und apokalyptische Szenarien entgleiten. Da macht Ariko eine ihn zutiefst aufwühlende Entdeckung: einer dieser "geträumten" Planeten ist ihm bekannt.

[ Fluglinie White Bird ]

Ein schweres Unrecht treibt zwei Menschen in einen grenzenlosen Hass: Zwei Geschwister mussten erleben, wie eine falsche Spurenlegung eine noch jüngere Frau – die Patin der Schwester und ihre über viele Jahre geliebte, fürsorgliche „Ersatzmutter“ - unter Mordanklage bringt. Die Frau stirbt nach der zu Unrecht verbüßten Strafe, von allen gemieden, einsam und verbittert. Dann, Jahre später, ereignet sich etwas, das den eigentlichen Täter entlarvt.
Er hat nicht nur jene Tat begangen, er hat in der Familie weitreichende Spuren der Zerstörung hinterlassen. Die Geschwister blicken auf ein Leben zurück, das ihnen traurig entglitten ist. - Am Grab ihrer „Ersatzmutter“ schwören sie Vergeltung: Jener Mann, der nach über zehn Jahren juristisch nicht mehr zu fassen ist, soll den gleichen gewaltsamen Tod sterben.
In denselben Tagen erwarten sie den Besuch einer Jugendfreundin, einmal die erste große Jugendliebe des Bruders, die dann jedoch als junge Frau mit einem anderen Mann nach Neuseeland ausgewandert ist. Das Band zwischen ihr und dem Bruder ist allerdings nie wirklich zerrissen, und in innerer Unruhe erwartet er ihre Ankunft. Endlich taucht sie tatsächlich auf – wenige Augenblicke nachdem er über sein Smartphone erfahren hat, dass ein Flugzeug auf dem Weg von Neuseeland nach Deutschland über dem Indischen Ozean vermisst gemeldet ist.

4 Personen / 2 w., 2 m.

Der Autor selbst befasste sich über eine gewisse Zeit intensiv mit den Wirkungen des Absurden Theaters. Doch blieb ein Empfinden von Ungenüge. Das Absurde im Kontrast zu einem manchmal simplen Volkstheater hat gewiss seine Funktion. Doch wenn es im Intellektuellenspaß stecken bleibt, wird es schließlich flach und, in seiner sprachlichen Akrobatik, oft elitär.
Freilich, die spannende Frage bleibt: Gibt es etwas jenseits des Absurden? Und was ist es, das über das Alltäglich-Reale hinausgeht und es sinnvoll ergänzt?
Jede Theaterform hat ihr Recht. Das heutige Theater ist oft stark auf Sozialanalyse und Sozialkritik ausgerichtet. Natürlich ist dies legitim, auch in einer Beschränkung auf nur realistische Darstellungsformen. Es verbindet sich in der Regel das Anliegen einer aktuellen Aufklärungsarbeit damit.
Wenn dabei drastische Gewaltdarstellungen im Mittelpunkt stehen, muss allerdings gefragt werden, wie weit ein Klima der Verrohung so eher gefördert als dass ihm entgegengearbeitet wird. Die Darstellung von Gewalt kann starke Wirkungen hervorrufen. Doch sie sollte nicht zum Selbstzweck werden.
Der umgekehrt einsetzende Vorwurf ist der, für „Heile-Welt-Darstellungen“ zu plädieren. Auch dies könnte natürlich nicht der Weg eines zeitgemäßen Theaters sein. Die Frage ist: Wie nähert man sich der Wirklichkeit in all ihren unterschiedlichen Facetten?
Zweifellos leben wir in einer Wirklichkeit, die viele inhumane Züge zeigt wie häufig auch ein großes Gewaltpotential. Zugleich aber ist dies eine Wirklichkeit oft bewundernswerter (und wunderbarer) Menschen. Auch an diese und ihre großen und kleinen „Heldenrollen“ darf und soll ein Theater immer wieder erinnern.
Gerade dass wir Wirklichkeit oft so unterschiedlich sehen, zeigt, wie vielschichtig diese Wirklichkeit offenbar selbst ist. Es macht demnach Sinn, unterschiedliche, sich ergänzender Wege der Annäherung zu suchen.

Ein „mehrdimensionales Theater“ mag einmal das werden, was man ein „spirituelles Theater“ nennen kann. Doch der Begriff „spirituell“ ist bisher im Gebrauch zu diffus und ruft unterschiedliche oft sehr abweichende Assoziationen hervor.
Konventionelle religiöse Bindungen stehen einer tatsächlichen Spiritualität oft eher entgegen. „Spirituell“ sollte nur im Sinn einer Bewusstseinsöffnung verstanden werden: gegenüber Erfahrungen, die über materielle Begrenzungen (und die einer materialistischen Ideologie) hinausgehen. Es handelt sich um nichts „Mystisches“, nichts Diffuses. Doch es ist die Infragestellung eines lange bestimmenden materialistischen Weltbilds. Und dies ist erlaubt.